Wer sind die Ungarn? - Németül is olvasható Baráth Tibor összefoglalása


Baráth Tibornak 1972. október 23-án, Montreálban keltezett összefoglalóját arról, hogy Mi a magyar? olvasóink kérésére német és angol nyelvre is lefordíttattuk. Alább közzétesszük a német változatot, Vajta Dénes fordításában.

 

Wer sind die Ungarn? – Eine Zusammenfassung durch Tibor Baráth

 

Die Ungarn sind jenes auf rätselhafte Art erhalten gebliebenes Volk das die Sprache einer bedeutenden, der griechisch-römischen Zivilisation vorausgehenden Zivilisation, in einem geringeren Maß deren Kultur und in einem noch geringeren Maß  - durch die organische Kultur, die Mythologie, die archaischen Volksmärchen -  deren Glaubenswelt bewahrt hat.  Das ungarische Volk ist ein Urvolk, dessen gegenwärtig anerkannte Geschichte zwar nur auf die letzten eintausendeinhundert Jahre zurückgeht, dessen schöpferische Kraft jedoch auf dem Gebiet der Kultur und der Staatsgründung auf fünf Kontinenten nachweisbar ist: in Europa[1], Asien [2], Afrika[3], Nord-[4] und Süd-Amerika[5] gibt die neue Definition der ungarischen Nation bekannt, die vom VIII. Weltkongress der Ungarn angenommen worden ist. Im Folgenden geben wir den Standpunkt des vielleicht genialsten ungarischen Historikers, Tibor Baráth's über die Frage „Wer sind die Ungarn", bekannt, so wie er selbst es am Ende seines in Montreal herausgegebenen dreibändigen Hauptwerks – Die Urgeschichte der ungarischen Völker – zusammenfasst. Tibor Baráth wurde durch den Weltverband der Ungarn posthumus mit der größten Auszeichnung, der GOLDMEDAILLE  FÜR DIE VERDIENSTE UM UNGARN   in 2012 ausgezeichnet. Sein Hauptwerk kann auf der Webseite, des durch den Weltverband der Ungarn in Amerika gegründeten Instituts der Wissenschaften, über das Ungartum in seiner vollen Länge gelesen werden (I, II, III)

 

Zusammenfassung der Ergebnisse

Im Rahmen der Untersuchungen auf dem Gebiet der Vorgeschichte suchten wir auf folgende Fragen Antwort: 1. Zu welcher menschlichen Rasse gehören wir Ungarn? 2. Wie alt ist unsere Sprache und Kultur? 3. Wo war die Urheimat unseres Volkes, beziehungsweise: ist mit unserem heutigen Wissen sein ältester Aufenthaltsort, wo es sich gesellschaftlich organisiert hatte, feststellbar? 4. Welche Rolle hatten wir in der Entstehung der menschlichen Kultur in der alten Heimat? 5. Wann und auf welchem Weg kam unser Volk oder Teile von ihm aus der Urheimat ins Donau-Becken? 6. Welche Rolle spielte der europäische Zweig der Ungarn in der Entstehung Europas und was wurde sein Schicksal am Ende der Vorgeschichte? Mit Hilfe der neuen Verfahren der Geschichtswissenschaft und des Studiums von größtenteils neuen Quellen, gaben wir folgende Antwort:

 

1.    Wir, die das ungarische Volk bilden, dessen Geschichte in der Dämmerung der Frühzeit der menschlichen Geschichte begann, legendäre Arier, wir sind anders gesagt die geradlinigen Abkommen der sogenannten Herrenvölker. Unser Ariertum wird belegt durch unseren Volksnamen: Hung-Ari, Mag-Ari und den Namen unseres Landes Hung-Aria, Mag-Aria und wir sprechen auch heute noch die ursprüngliche arische Sprache. Unsere Traditionen, Volkskunde und Glaubenswelt sind zumeist ein unvergleichliches Erbe aus dem Altertum. Unser Volk hat auch eine turanische Linie, aus der Rasse der Kus, die sich uns während unseres Aufenthalts in der warmen Klimazone angeschlossen hat, die wegen ihres dunklen Taints seinerzeit als schwarze Ungarn bezeichnet wurden. Türkische oder mongolische Rassenmerkmale besitzen wir nicht.

2.    Unsere Sprache und hohe Agrarkultur können fünf- bis sechs Jahrtausende zurückgehend schriftlich belegt werden, das heißt ihr Anfang reicht in so ferne Zeiten  zurück als es ausser der ungarischen  keine entwickelte menschliche Sprache, systematisch aufgebaute Religion, Kunst und Schrift gegeben hat. Unsere Vorfahren hatten also niemanden, von dem sie etwas hätten „entlehnen" können. Ihren Wortschatz, ihre religiösen Ideen und Wissenschaft mussten sie vom Anfang bis zum Ende selber schaffen. Deshalb ist die ungarische Sprache eine Ursprache, die ungarische Kultur eine Urkultur, die durch unsere heute noch lebende Verwandte, die Esten, Finnen und andere geteilt werden. 

3.    Die gesellschaftliche Organisation unseres Volkes, ihre Gliederung in Nationen und die Entfaltung ihrer bunten Hochkultur ist zuerst in jener Weltgegend festzustellen, wo drei Kontinente -  Asien, Afrika und Europa – sich berühren, die als der Alte Orient oder der Nahe Osten bezeichnet wird. Nach dem Wissensstand unserer Zeit liegt dort unsere „Urheimat".

4.    Die Ungarisch sprechenden Völker schufen in ihrer alten Heimat die grundlegenden Erfindungen der Menschheit: die systematische Lebensmittel-Erzeugung, die Töpferei und die Metallbearbeitung. Sie erfanden die ersten Verkehrsmittel (Schiffe, Kutschen), sie legten die Prinzipien der Existenz Gottes nieder und erfanden das zeitunabhängige Mittel der Gedankenmitteilung; die Schrift mit den an unsere Sprache angepassten Regeln. Unter den Errungenschaften unserer Vorfahren war die Schrift von der größten Tragweite, da mit ihr gleichzeitig die Wissenschaft entstand; die erworbenen Kenntnisse konnten demnach gespeichert und von Generation zu Generation weitergegeben und vermehrt werden. Die Ungarisch sprechenden Völker hielten ihren Wortschatz, Glauben und ihre Schriftkunst nicht geheim, sondern gaben sie durch ihre Missionare, die Sonnenpriester, an alle Welt weiter. So wurden die Ungarisch sprechenden Völker (mit einem älteren wissenschaftlichen Ausdruck: die finnougrischen Völker) die ersten Lehrmeister, Erzieher und Organisatoren der Menschheit, das durch unzählige Wörter belegt wird, die in allen später entstandenen Sprachen reichlich vorkommen.

5.    Angefangen vom IV. Jahrtausend v.Chr. übersiedelten einige Teile der Ungarisch sprechenden Völker in mehreren Wellen nach Süd-, West-, Ost- und Mitteleuropa. Auf das Gebiet des historischen Ungarn kamen die ersten ungarischen Volkswellen in der geschliffenen Stein- und der Bronzezeit aus südlicher Richtung durch die Balkan-Halbinsel. Die späteren Wellen kamen ungefähr ab 500 v. Chr. aus östlicher Richtung, durch die Karpaten. Die ankommenden Volksscharen organisierten sich im Donaubecken nach ihrem Stammland, ihrer Ankunftszeit oder noch mehr nach ihrer Religion in Gesellschaften, das heißt in verschiedene Heimatgebiete, mit Fürsten an ihrer Spitze. Diese Heimatgebiete des Donaubeckens wurden zuerst durch König Attila, den Herren der „Abendheimat" (Abendland), später durch seinen Nachkommen, Fürst Árpád, zu einem einheitlichen Land vereinigt, durch dessen Leben die Urgeschichte der Ungarn ihren Abschluss findet.

6.    Die nach Europa übersiedelten und dort unter verschiedenen Namen sich niederlassenden Ungarisch sprechenden Völker: Magur (Herr des Kerns), Szemur (Herr der Augen), Ősurak[1], Lig (a) urak, Barát, Iber, Esthonik, Fennik, Keletik, Hetésik, Szerémik und noch viele anderen erfüllten eine Rolle in Europa, wie jene aus der Urheimat in anderen Weltgegenden. Sie wurden die Entdecker Europas, sie schufen das Alte Europa, die ersten Einwohner hier, die Ureuropäer. Das Leben hat es so ergeben, dass wegen des Vormarsches der Sarmaten, später wegen der politischen Rolle der Römer, Germanen, Slawen, aus diesen großen Volksscharen nur jener Teil noch rein erhalten blieb, der durch uns Ungarn gebildet wird. Unsere Aufgabe und Berufung ist deswegen riesengroß: wir sind die einzigen Bewahrer des riesigen östlichen Kulturerbes, die einzigen wahren Dolmetscher der Alten Welt. Ohne unsere Sprache – wie auch die gegenwärtige Arbeit belegt – wäre das erste Zeitalter der menschlichen Geschichte für ewig im Dunklen geblieben.

 

Montreal, am 23. Oktober 1972

 

                                                                                                                                 Baráth Tibor

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[1] Mangels einer deutschen Terminologie können diese Völker- bzw. Stammesnamen nicht übersetzt werden.

 

 

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[1] Mangels einer deutschen Terminologie können diese Völker- bzw. Stammesnamen nicht übersetzt werden.



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